Überblick über das System ZABOS

Neben ZABOS gibt eine Reihe von standardisierten Alarmierungswegen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Freiwillige Feuerwehren setzen hauptsächlich die Alarmierung per Sirene und 5-Ton-Meldeempfänger (Pieper) ein. Diese Systeme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Sirenen alarmieren nicht nur die Einsatz- und Rettungskräfte, sondern alle die die Sirene hören. Doch Schaulustige sind in der Regel nicht hilfreich und stellen in manchen Fällen sogar ein Problem dar. Die Stille Alarmierung mit 5-Ton-Meldeempfängern beseitigt dieses Manko. Allerdings sind die Geräte nicht gerade preiswert und der Empfang ist auch nicht überall gewährleistet.

ZABOS kann und will diese Alarmierungswege nicht ersetzen, sondern ergänzen. Dazu versendet ZABOS Kurznachrichten (SMS) an die Mobiltelefone der zu alarmierenden Einsatz- und Rettungskräfte.

Bewährte Technik

ZABOS ist seit 2006 im Dauerbetrieb bei den Feuerwehren des Landkreises Gifhorn und im Städtischen Klinikum Braunschweig. Pro Jahr werden von dem Gifhorner System 2.400 Alarme empfangen, weitergeleitet und dabei über 87.000 SMS versendet (Stand 2015). Seit 2015 erfolgt die Alarmierung nicht mehr über das analoge 5-Ton-Signal, sondern digital durch POCSAG.

Rückmeldung

Doch ZABOS kann noch mehr. ZABOS bietet auch einen Rückkanal: Die alarmierten Einsatzkräfte können über ihr Mobilfunktelefon auch Antworten an ZABOS senden. Diese Antworten werden gesammelt und dann an den oder die Einsatzleiter in einer SMS gesendet. Somit haben die Einsatzleiter frühzeitig einen Überblick über die Einsatzkräfte, die Ihnen tatsächlich zur Verfügung stehen werden. Über das Webinterface ist es zudem möglich die eingehenden Rückmeldungen in Echtzeit zu analysieren.

Nachalarmierung

Es kann durchaus vorkommen, dass bei einem ersten Alarm die gewünschte Anzahl an positiven Rückmeldungen nicht erreicht wird. Für diese Fälle hat ZABOS eine Nachalarmierungsfunktion integriert, mit der eine Sollstärke pro Schleife definiert werden kann. Eine Nachalarmierung kann dann automatisch ausgelöst werden.

Mehrere Auslösungswege füe eine digitale Alarmierung

Ein Alarm kann bei ZABOS auf drei verschiedene Arten ausgelöst werden:

Alarm-Auslösung per POCSAG / 5-Ton-Folgerufe
Mit dem 5-Ton-Modul, das direkt in dem System integriert ist, und einem Funkgerät kann ZABOS auf 5-Ton-Folgerufe reagieren, die z.B. von einer Leitstelle ausgelöst werden. Seit 2015 wird auch die digitale Alarmierung per POCSAG voll unterstützt.

Alarm-Auslösung per SMS
Berechtigte Personen können mit einer SMS, die einen PIN-Code und die auszulösenden Alarmschleifen enthält, die Alarmierung auslösen.

Alarm-Auslösung per Webinterface
Besonders komfortabel ist die Alarmauslösung über das Webinterface.
Wie die Alarmierung im Einzelnen funktioniert sehen Sie hier.

Voraussetzungen für den Betrieb von ZABOS

Für den Betrieb müssen drei Dinge gegeben sein:

– Ständige Internetanbindung (z.B. per DSL oder Kabelanschluss)
– Funkempfang für die GSM-Modems / den 5-Ton-Folgeruf
– SIM-Karten für Modems müssen gestellt werden

Komponenten von ZABOS

Das ZABOS-System besteht aus mehreren Komponenten, die sich an die Infrastruktur des Kunden anpassen lassen.

Die ZABOS-Applikation

Die eigentliche Software des Systems. Ausgestattet mit allen, was sie für eine erfolgreiche Alarmierung benötigen. Betriebssystem und die restliche Software sind hierbei optimal aufeinander abgestimmt, um einen immer zuverlässigen Betrieb zu ermöglichen. Wir empfehlen den Einsatz von CentOS, durch den modularen Aufbau ist der Betrieb generell auch mit anderen Distributionen und sogar mit Windows möglich. Benötigt werden weiteren Oracle JDK 1.7 und ein aktueller Applikationsserver (Tomcat 7.0m JBoss 7.0). Als DBMS kommt PostgreSQL 8.4.17 zum Einsatz, optional empfehlen wir ActiveMQ 5.5.0.

Die Hardware für ZABOS

ZABOS ist auf vielen Hardware-Konfigurationen lauffähig. So lässt sich die Software in virtualisierten Umgebungen (z.B. VMware) ebenso wie direkt auf der Hardware (Redundant ausgelegte PC-Systeme, Rack-Server) betrieben.

Die GMS-Modems

Damit SMS-Nachrichten empfangen werden können, werden GSM-Modems benötigt. Der Anschluss an die Hardware erfolgt seriell, über USB oder per Ethernet-LAN. Das Versenden der Nachrichten erfolgt schneller und kostengünstiger ausschließlich über einen Webdienst.

Ausfallsicherheit

Kein System arbeitet perfekt. Durch eine entsprechende Auslegung (Serverhardware für den Dauerbetrieb, USV, doppelte Netzteile, doppelte Systemplatten, dauerhafte Systemüberwachung per OMD) und durch redundante Daten-Anbindungen (DSL plus LTE, GSM; Betrieb mehrere Modems) kann das Risiko eines Ausfalls jedoch stark minimiert werden. Sprechen Sie uns an, so dass wir für Ihre Bedürfnisse eine optimale Lösung finden können.